So ich habe mich schon ein bisschen hier eingelebt. Die nächsten Tage wird es dann vorbei sein mit der Freizeit, aber dafür bin ich ja auch nicht hergekommen. Larissa, eine Freiwillige aus Deutschland, die wie ich für ein Jahr hier ist und in 2 Wochen wieder geht, zeigt und erklärt mir hier so einiges. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar! Wir waren z.B. schon zweimal in der Innenstadt von Cartagena. Um dort hinzukommen kann man entweder laufen oder den Sammelbus nehmen. Der kommt alle paar Minuten um die Ecke und nimmt einen für wenig Geld mit. Über den Fahrstil will ich jetzt mal nicht urteilen – ich würde glaub auch nicht besser fahren bei den Straßen, dem Verkehr und den nichtvorhandenen Straßenregeln…aber was man wirklich sagen muss: Bei Rot halten sie an!
Das erste Mal waren wir also abends in der Stadt- ihr müsst wissen, es wird schon gegen 18 Uhr dunkel und die Sonne geht um 5:30 Uhr auf- da muss ich mich auch erst noch dran gewöhnen- nun gut zurück zum Thema. Cartagena ist wirklich schön. An jeder Ecke stehen Straßenverkäufer und bieten kalte Getränke, Früchte oder ihre Handys an, mit denen man dann telefonieren kann. Die machen das, weil die Leute einfach kein Geld auf ihren Handys haben. Das ist ne echte Marktlücke in Deutschland, meint ihr nicht auch? J Wir sind auf der Stadtmauer entlanggelaufen (direkt am Meer), haben uns die beleuchtete Stadt angeschaut mit den tausend Lichtern und uns später in eine Bar gesetzt und was getrunken. Das zweite Mal sind wir dann zu Fuß in die Stadt gelaufen, ich habe den ersten Esel gesehen und ein Taxifahrer hat extra angehalten um einer von uns zu sagen – so ganz war nicht klar wer gemeint war- dass sie ein schönes Gesicht hat! Das Temperament ist eben ganz anders als in Deutschland. In einem Kiosk hab ich mir dann eine Cola gekauft, die füllen das Getränk in einen hauchdünnen Plastikbeutel und stecken einen Strohhalm rein. Das ist eine wackelige Angelegenheit und wenn man daran nicht gewohnt ist, können unschöne Dinge passieren. Als wir auf der JUCUM Base- viel zu spät- angekommen sind, waren nur noch in der ersten Reihe Plätze frei und da ist mir dann die Cola irgendwie über den Adapter der Gitarrenspielerin gespritzt- die hat mich vielleicht komisch angeschaut- zum Glück gab es keinen Kurzschluss J
Heute wollten wir eigentlich die Kinder aus unserer Station besuchen gehen, aber hier gibt es ab und zu heftige Gewitter und dann gleicht die Straße einem Fluss und alles ist matschig. Also werden wir das auf morgen verlegen.
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